Re:publica

Hallo zusammen,
sunu wurde spontan zu einer Podiumsdiskussion auf der re:publica eingeladen (diesen Mittwoch!).
Hier der Link: https://19.re-publica.com/session/mach-dich-vom-acker

Folgende Fragen sollen besprochen werden Falls ihr noch Input/Ideen/Anregungen habt, nehme ich die gerne mit.

  1. Runde zum Stand der Dinge: Aus aktuellem Anlass: Dürresommer und
    die Klagen der Bauern: Wie stark wird der Klimawandel die deutsche
    Landwirtschaft treffen und was können die Bauern kurz- und langfristig
    tun, um sich gegen die heißten und trockenen Sommer zu wappnen? Gern
    hier auch ein paar Beispiele nennen und diese bewerten.

  2. Runde zu Lösungen: Probleme der Landwirtschaft sind immer noch
    ein hoher Verbrauch an Pflanzenschutzmitteln, Überdüngung, Monokulturen
    etc. Welche digitalen Lösungen können da Abhilfe schaffen? Wie kann man
    Bauern helfen, nachhaltiger zu wirtschaften oder ihren Betrieb langsam
    umzustellen?

  3. Runde zu ökologischen/solidarischen Landwirtschaft: Welche
    digitalen Lösungen helfen Öko-Landwirten sich gegen Klimawandel zu
    wappnen? Wie können Landwirte oder
    Erzeugergemeinschaften&Genossenschaften sich effizienter organisieren
    oder mehr Abnehmer zu finden?

Guten Morgen Kristina,
super! Hier mein Input:
zu 1. Humusaufbau ist wichtig, denn dann wird Wasser besser gespeichert. SoLaWi Lenzwald Humusaufbau als Ausgabenposten im Etat, das sollte Schule machen. Friedrich Wenz und Dietmar Näser (grüne Brücke) haben Fotos geschickt mit Top-Beständen in der Dürre, wo Düngung (auf den Boden bezogen, nicht die Pflanze) und Humus stimmten.
zu 2. Änderung der Betriebswirtschaft. (TrueCostAccounting a la Tobias Bandel oder “Richtig Rechnen” a la Christian Hiß). Es geht darum, das Umweltschäden endlich negativ in die Bilanz einfliessen oder “gute” Sachen, wie direkter, Co²-günstiger Handel positiv.
zu3. Alles, was wirklich einfach ist und funktioniert. Anderes hatte in der Lw noch nie Bestand.

viel Erfolg!
Klaus

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Für alle noch mein Kurzbericht zur re:publica:

Die re:publica ist eine Konferenz rund um die digitale Gesellschaft. In Europa die größte ihrer Art.

Über eine Empfehlung von germanwatch hat sunu die Anfrage erhalten, sich an einer Podiumsdiskussion zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu beteiligen. Ich war da und gemeinsam mit Reinhild Benning und Prof. Taube auf dem Podium: https://19.re-publica.com/de/session/mach-dich-vom-acker

Es war ein sehr kritischer Austausch zum Thema Digitalisierung. Gemeinsam mit Prof. Taube und Frau Benning haben wir die Position vertreten, dass Digitalisierung nicht die Lösung aller Probleme ist, sondern Hilfsmittel. Zunächst müssen Lösungen für das Staatsversagen im Bereich Umwelt und Landwirtschaft gefunden werden. Dabei stellt sich die Frage, wie der Staat die neuen Technologien einsetzen kann, um die Umweltziele der deutschen Landwirtschaft in der EU zu erreichen. Fragwürdig diskutiert wurde zudem der Einfluss wirtschaftlicher Interessen bei Soft- und Hardware in der Landwirtschaft und postuliert, dass diese die Umweltprobleme in der Landwirtschaft verstärkt, statt verändert haben. Hier braucht es klare Alternativen!

Als Nische in der Nische war ich sehr dankbar Solidarische Landwirtschaften (es kamen viele Nachfragen!) und unsere Initiative sunu, mit der wir sozial-ökologische Digitalisierung thematisieren und praktisch angehen, zu platzieren.